Klosterkirche Mariensee (ehem. St. Maria)

Datenblatt

Landkreis
Region Hannover
Samtgemeinde
Neustadt am Rübenberge,St.
Gemeinde
Mariensee
Orts-/Stadtteil/Lage
Mariensee
Adresse
Höltystraße 1
Objekttyp
Klosterkirche
Baujahr
1215 - 1320
Personen
Hase, Conrad Wilhelm (Architekt (m/w/d))
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
08a0b583-ce84-4e73-9c51-f1f92b76e1a9
System-ID
#61330074
ADABweb-ID
30987017
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Denkmalthema
Frauenkloester
Beschreibung
Saalkirche aus Backstein von drei Jochen mit 5/9-Chorschluss. Äußeres mit Spitzbogenfenstern, teils als gestaffelte Dreiergruppe, einmal mit zugesetztem bekrönendem Oculus, Strebepfeilern und auf der Nordseite zwei Kleeblattbogenportalen (auf der Südseite zum Kloster ein weiterer Zugang). Auf dem Westgiebel auf Konsolen ein rechteckiger Aufsatz, darauf achteckiger Dachreiter. Innen Wandpfeiler und zwei sechsteilige Domikalgewölbe, das östliche mit Schlussringen, Westjoch mit Kreuzgrippengewölbe, Chorgewölbe auf 5/8-Grundriss. Im Westjoch hölzerne Orgelempore mit steinerner Front aus drei Spitzbogenarkaden auf Säulen mit vorgelegten Halbsäulen. Im dritten Joch auf der Südseite drei Spitzbogenarkaden auf Säulen zur Damenempore des Klosters. Von der mittelalterlichen Ausstattung ein Holzkruzifix (Mitte 13. Jh.), frühneuzeitlich der Taufstein (1545) und der Taufengel (18. Jh.), die übrige Ausstattung (Altar, Kanzel, Gestühl, Orgel, neuer Taufstein usw.) 1867-1868. Begonnen wohl nach 1215, 1260 noch im Bau (Ablass). Westjoch Anf. 14. Jh. (Ablass von 1312). Aus dem 18. Jh. der zusätzliche Strebepfeiler an der Nordwand. 1867-1868 restauriert von Conrad Wilhelm Hase, aus dieser Zeit die Nordportale, der Dachreiter, die Emporenfront und die Damenempore.
Denkmalbegründung
Die ehemals Maria geweihte Marienseer Klosterkirche wurde wohl kurz nach der Klostergründung 1215 begonnen und war 1260 noch nicht vollendet. Im frühen 14. Jh. wurde sie nach Westen verlängert, vermutlich wegen der Größe des Konvents. Sie ist als Saalkirche eine typische Frauenklosterkirche des Mittelalters und vertritt mit dem polygonalen Chorschluss den zweithäufigsten Typus (vgl. in Niedersachsen Isenhagen, Lüne und St. Jakobi in Osterode). Im Westen ist die Nonnenempore anzunehmen; die heutige nach Süden angebaute Damenempore stammt erst aus dem 19. Jh. Architekturgeschichtlich kommt der Marienseer Kirche ein hoher Rang für die Frühgotik zu, denn sie folgt als einzige Kirche zwischen Minden und Bremen einer von Westfalen (Marienfeld, Billerbeck usw.) ausgehenden Formensprache, für die außer den Domikalgewölben mit Schlussring eine bestimmte Bauskulptur charakteristisch ist. Die Kirche ist somit auch ein Zeugnis für den hohen Anspruch und die weitgespannten Kontakte des Klostergründers, Bernhards II. von Wölpe. Entsprechend hat die Klosterkirche künstlerisch einen hohen Rang, dies gilt insbesondere für den Innenraum. Neben der mittelalterlichen Architektur ist auch die Restaurierungsphase von 1867-1868 von hoher Qualität; sie wurde im Auftrag der Klosterkammer Hannover von dem berühmten Hannoveraner Architekten Konrad Wilhelm Hase konzipiert. Von dieser Phase sind außer einzelnen baulichen Veränderungen große Teile der einheitlich entworfenen Innenausstattung überkommen. An der Erhaltung der Klosterkirche Mariensee besteht ein öffentliches Interesse.
Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
61329377 | Klosteranlage
Literatur
PPN: 030933706 | Seitenangabe: 923-924

PPN: 243177070 | Seitenangabe: S. 532 Werkverzeichnis C.W. Hase

PPN: 360667899 | Seitenangabe:
Lizenz
CC BY-SA 4.0
NFIS
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