St. Joseph

Datenblatt

Landkreis
Emsland
Samtgemeinde
Rhede (Ems)
Gemeinde
Neurhede
Orts-/Stadtteil/Lage
Neurhede
Adresse
Hauptstraße 29
Objekttyp
Kirche
Personen
Hensen, Johann Bernhard (Architekt (m/w/d))
Denkmalstatus
Einzeldenkmal (gemäß § 3 Abs. 2 NDSchG)
Bedeutung
Geschichtliche Bedeutung, Künstlerische Bedeutung, Städtebauliche Bedeutung
Im Denkmalverzeichnis
Ja
Objekt-ID
020e4e01-fa0d-4122-8a09-51d3f235b497
System-ID
#61572680
ADABweb-ID
35933356
Fachbereich
Baudenkmalpflege
Denkmalthema
Johann-Bernhard-Hensen
Beschreibung
Katholische neuromanische Backstein-Saalkirche. Erbaut 1873 von Johann Bernhard Hensen unter Mithilfe des Maurermeisters Anton Wahl und des Tischlers Bernhard Herding. Quadratischer, eingezogener und durch nachträgliche Anbauten heute vollständig in den Bau integrierter Fassadenturm im Süden mit Rundbogenportal, darüber liegendem Rundfenster, gepaarten Rundbogenfenstern und Schallluken, schlichtem hell abgesetzten Geschossgesimsen und Rundbogenfries unter der Traufe. Abgeknickter, hoher, kupfergedeckter Spitzhelm. Der Kirchensaal mit Satteldach gedeckt, daran anschließend ein niedrigerer, eingezogener, polygonal geschlossener Chor im Norden. Die Fassadengestaltung schlicht mit gliedernden Lisenen und Spitzbogenfriesen gestaltet, die Fenster paarweise gekuppelt und buntverglast. Das Gebäudeinnere als ein Saal, an den Außenwänden mit breiten Lisenen gegliedert, mit erhöhtem Deckenbereich über dem Mittelgang und Malereien auf dem hölzernen Deckengewölbe. Abgestimmte Farbgebung der Deckenmalereien, Buntverglasung und Ausstattung. Darunter eine Kanzel, mehrere Gemälde und Heiligenfiguren, ein Hochaltar von dem Bildhauer Balthasar Heinrich Seling mit Reliquien der heiligen Märtyrer Fortunatus, Leontius und weiteren.
Denkmalbegründung
Die Ortschaft Neurhede ist hauptsächlich als Straßendorf ausgebildet, lediglich einige wenige Nebenstraßen weichen hiervon ab. Viele der Gebäude sind zur Hauptstraße ausgerichtet, die von Nord nach Süd den Hauptteil des Dorfes bildet. Auch die kleine neuromanische Dorfkirche entspricht dieser Ausrichtung und weist somit keine Ostung auf. Das Gotteshaus bildet sich aus einem rechteckigen Saalbau mit integriertem Turm und einer niedriger abgesetzten Apsis. Als Architekt konnte Johann Bernhard Hensen gewonnen werden. Er begann im Jahr 1872, resultierend aus der Arbeit des Kirchenbau-Ausschusses, der seit 1850 tagte, und nach abgeschlossenen Finanzierungsplanungen, zuerst mit dem Bau des Pfarrhauses, dann mit dem Bau der Kirche. 1874 folgte der Bau des Turmes, der zu diesem Zeitpunkt als vor dem Kirchenschiff freistehend errichtet wurde. Eine Erweiterung des Kirchenschiffes und somit Integration des Turmes folgte erst später. An der Erhaltung der Kirche St. Joseph besteht wegen ihrer geschichtlichen Bedeutung aufgrund der Ortsgeschichte und den Entwicklungen der Kirchengemeinde sowie aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes der neuromanischen Dorfkirche nach standardisiertem Konzept, wegen ihres Zeugnis- und Schauwertes für die Bau- und Kunstgeschichte als Werk des insbesondere lokal wirkenden und dort bekannten Dom- und Kirchenbaumeisters Johann Bernhard Hensen, aufgrund ihrer künstlerischen Bedeutung als Erlebniswert nicht alltäglicher Gestaltwerte wegen des standardisierten Konzepts und Mischung der von Hensen bevorzugten Stile der Neuromanik mit neugotischen Elementen sowie wegen ihrer städtebaulichen Bedeutung von prägendem Einfluss auf das Straßen- und Ortsbild, ein öffentliches Interesse.
Übergeordnete Objekte (ID | Typ)
61569811 | Kirchenanlage (Baukomplex)
Lizenz
CC BY-SA 4.0
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